Willkommen an der ETS
Information der Schulleitung / Studientage während der mündlichen Abiturprüfungen 2013
Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,
hiermit teilen wir mit, dass wegen der ganztägig ablaufenden mündlichen Abitur-Prüfungen am
Dienstag, den 04.06.2013, sowie am Mittwoch, den 05.06.2013,
an der Edertalschule kein Unterricht stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-12 haben an den genannten Terminen Studientage. Entsprechende Aufgaben gehen ihnen über die Fachkollegen zu. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 können an den genannten Tagen als Gäste an den Prüfungen teilnehmen.
Ein Elternbrief folgt in der kommenden Woche
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Hermes (Schulleiter)
Pest im Dampfmaschinenmuseum (wlz-fz, 11.04.2013)
Vier Aufführungen vom 30. April bis 5. Mai · Karten sind ab sofort erhältlich
Mit Faschismus und Gewaltherrschaft beschäftigen sich die Darsteller der Theater-AG des Gymnasiums Edertalschule. Ende April/Anfang Mai führen sie das Stück „Die Pest“ nach Albert Camus auf. Zuerst erscheint ein Komet über der spanischen Stadt Cádiz. Die Einwohner reagieren in panischer Angst. Aber sie lassen sich von ihren Machthabern beruhigen, hören nicht auf mahnende Worte. Da fallen plötzlich Menschen tot um. Das Entsetzen ist groß. Es wird noch größer, als die Diagnose feststeht: Die Pest ist ausgebrochen. Die Theater-AG der Edertalschule hat sich in diesem Jahr an einen schwierigen Stoff herangewagt. Der französische Autor Albert Camus setzt sich mit dem Faschismus und mit Gewaltherrschaft auseinander und wählt dabei als Metapher „Die Pest“. Einen Roman mit diesem Titel schrieb Camus noch während des Zweiten Weltkrieges, kurz nach Ende des Krieges folgte das Stück „Der Belagerungszustand“, in dem es um den Ausbruch der Pest in der spanischen Stadt Cádiz geht. Die Theater-AG bearbeitete dieses Stück, wählte aber den Titel „Die Pest“, weil er bekannter sei und den Kern der Handlung besser treffe. Pest als allegorische Gestalt „Nach dem Klamaukstück des letzten Jahres wollten wir wieder ,etwas Ernstes‘ auf die Bühne bringen. Das heißt zwar nicht, dass es gar nichts zu lachen gibt, aber das Stück von Camus ist doch eine sehr ernsthafte Auseinandersetzung um Machtmissbrauch und Widerstand“, erklärt Paul Möllers, der Leiter der Theater-AG. Mit einem Trick personifiziert der Autor Camus die ansteckende Plage: Er lässt die „Pest“ und ihre Sekretärin als allegorische Gestalten auftreten. Sie bestimmen, wer von der Pest befallen wird und mit einem Bleistiftstrich zum Tode verurteilt ist. Doch diese beiden Gestalten bringen nicht nur die Pest, sie errichten auch eine zynische Gewaltherrschaft, nachdem die bisherigen Herrscher ohne großen Widerstand die Macht an sie übertragen haben. Zu allem Überfluss lassen sie die Stadttore schließen, sodass die Bewohner ohne Fluchtmöglichkeit der absurden Bürokratie des Schreckens ausgeliefert sind. Entsprechend reagieren die Bewohner mutlos und ohnmächtig gegenüber der scheinbaren Naturgewalt. Nur der hilfsbereite Arzt Diego stellt sich der Pest entgegen: Er ist nicht bereit, sich bedingungslos unterzuordnen, wodurch die Herrschaft der Pest ins Wanken gerät.
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