Neuigkeiten aus dem Vivarium der Edertalschule!

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Das Vivarium hat wieder Zuwachs! Im neuen Jahr haben zwei Rennmäuse Einzug in die Biosammlung der ETS gehalten und vergrößern so den Bestand der mittlerweile über 30 Tierarten.

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Nachdem sich bei einer Vivarium-Fortbildung am letzten Pädagogischen Tag vor den Weihnachtsferien gezeigt hatte, dass diese Tierart für Verhaltensexperimente in der Schule besonders geeignet ist, kamen die Biologielehrerinnen und –lehrer der ETS zu der Überzeugung: Rennmäuse müssen her! Es fügte sich, dass sich schon in den Ferien die Gelegenheit ergab, kostenlos an Rennmausnachwuchs zu kommen, und so zögerte man nicht lange mit den Vorbereitungen.

Die beiden Nager haben auf Anhieb die Herzen besonders der jüngeren Mitglieder der Vivarium-AG erobert. Wenn sich die Tiere gut eingelebt haben, sollen sie im Biounterricht zum Beispiel bei Labyrinthversuchen ihr Lernvermögen zeigen oder bei Versuchen zum so genannten Wandkontaktverhalten demonstrieren, dass Nagetiere dieser Größe es vermeiden, über offene freie Flächen zu laufen.

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Das Verbreitungsgebiet der Mongolischen Rennmaus (Meriones unguiculatus) erstreckt sich von der südlichen Mongolei bis Nordost-China. Der deutsche Name „Wüstenrennmaus“ ist nicht ganz korrekt, denn der Lebensraum der Art ist vorwiegend die Grassteppe, wo es im Sommer trocken und heiß, im Winter dagegen trocken und kalt ist.

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Dort leben die Tiere gesellig in selbst gegrabenen Höhlen- und Gangsystemen. Sie ernähren sich vorwiegend von Samen und Früchten. Die Nagetiere sind ca. 10 cm lang und haben einen etwa ebenso langen behaarten Schwanz, der mit einer kleinen Quaste endet. Sie können gut graben, springen und natürlich – rennen! Außerdem sind sie leicht zu halten, was sie zu geeigneten Tieren für ein Schulvivarium macht.

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In der ETS leben die Rennmäuse in einem großen Aquarium (ohne Wasser), wo man durch die Glasscheiben sehr schön Einblick in ihre Aktivitäten –  auch die unterirdischen Grabarbeiten – haben kann. Da sie tag- und nachtaktiv sind (Etwa zweistündige Wach- und Schlafphasen wechseln sich ab), kann man sie öfter dabei beobachten, wie sie fressen, Gänge und Nester anlegen und so ihren Lebensraum ständig umgestalten.

 

vivarium 2014 05Zusammen mit den Rennmäusen ebenfalls neu eingetroffen sind zwei männliche Siamesische Kampffische (Betta splendens), die sowohl von ihrem Verhalten her (dem Namen gebenden Rivalenkampf und der Brutpflege), als auch als Vertreter der so genannten Labyrinthfische sehr interessante und auch schöne Studienobjekte sind.

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Labyrinthfische verfügen zum Atmen zusätzlich zu den Kiemen über ein spezielles Labyrinthorgan, das sie in die Lage versetzt, auch in extrem sauerstoffarmem Wasser durch die Aufnahme von Luftsauerstoff zu überleben.

 

Übrigens: Die Vivarium-AG sucht noch Mitarbeiter!
Weil sie Abitur machen, verliert der Schulzoo leider bald seine treuesten Mitglieder. Deshalb werden zuverlässige Oberstufenschüler  oder –schülerinnen  als Nachfolge gesucht, die bereit sind, längerfristig bei der regelmäßigen Betreuung der Tiere in den Aquarien und Terrarien mitzuwirken. Vorkenntnisse sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Interesse? – dann bitte unbedingt melden!

Andreas Heß


 

 

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Artenspektrum

Die Zahl der Tierarten in den Aquarien und Terrarien der ETS ist mittlerweile auf ca. 30 angestiegen! Folgende Gruppen von Wirbellosen und Wirbeltieren sind vertreten: Krebse, Weichtiere, Insekten, Spinnentiere, Tausendfüßler, Amphibien, Fische. Viele weitere einheimische „Wildtiere“ sind außerdem im Insektenhotel und im Schulteich anzutreffen.

Vivarium-AG

Die achtköpfige Vivarium-AG trifft sich jeden Donnerstag für zwei Stunden. Es geht dann in erster Linie um Reinigung und Instandhaltung der Terrarien und Aquarien. (Auch Kleinvieh macht viel Mist!) Dabei kommt es auch zum Austausch von Beobachtungen und eigenen Erfahrungen. Es wird gefachsimpelt und Ideen für den weiteren Ausbau der Anlage werden geboren. Auch an den übrigen Tagen erfolgt die Versorgung der Tiere, soweit das geht, mit Schülerbeteiligung.

Zuchterfolge

Aktuell kann Nachwuchs bei folgenden Arten beobachtet werden: Apfelschnecken (rechtes Becken Flur), Antennenwelse (B4), Fauchschaben (B0), Riesendornschrecke (B0), Achatschnecken (B0).

Neubürger

Neu eingetroffen nach den Herbstferien: Zwei mexikanische Axolotl (Der seltsame Name kommt aus der Sprache der Azteken und bedeutet „Wassermonster“).


Weitere Bilder finden sich in der Fotogalerie.

Andreas Heß


 

Kraushaar-Vogelspinne

Die Kraushaar-Vogelspinne ist eine Unterart der allseits bekannten Vogelspinnen. Sie tötet ihre Beute mit einem nicht sehr starken Gift, weswegen sie auch kleine Insekten bevorzugt ein Biss ist sehr selten bei Menschen und hat wahrscheinlich keine Wirkung.
 


 
Gottesanbeterin


Die große indische Gottesanbeterin wird bis 10 cm groß, sie fängt mit Hilfe ihrer Fangbeine Insekten und andere  Kleintiere. Sie bewohnt den tropischen Regenwald Südostasiens.

 

 


Riesenschnurfüßer

Der Riesenschnurfüßer ist mit einer Länge von 30cm der längste Tausendfüßer der Welt. Durch ein Sekret schützt er sich vor Pilzbefall und vor Feinden.

 


 
Wandelndes Blatt

Wandelnde Blätter werden zwischen 24 und 120 mm groß.
Sie heißen so, weil sie genauso aussehen wie Blätter.
Wenn sie reglos an einem Ast hängen, ist es sehr schwer sie zu finden.
Sie leben in tropischen Gebieten und ernähren sich von Blättern, tropischen Pflanzen und kleinen Insekten.


Riesenmantis

Die Riesenmantis wird über 10 cm lang. Sie ernährt sich von Fliegen, Grillen, Heuschrecken und anderen Insekten.

 


 


Glatter-Krallen-Frosch

Diese Froschart lebt in Afrika, südlich der Sahara.
In vielen Aquarien ist sie allerdings auch in Europa zuhause. Der Frosch ernährt sich von kleinen Wassertieren, die er mit seinen Armen vom Grund hoch schwemmt und mit einem speziellen Verhalten, dem Saugschnappen, aufnimmt.


 

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