Frei aus dem Kopf heraus (HNA, 20.12.2017)

Kim Malte Geschwill aus Viermünden hat hessenweiten Schreibwettbewerb gewonnen

frei aus dem kopf heraus 201217Mit einem Zettel, den sein Lehrer in der Klasse verteilt hatte, fing alles an: Kim Malte Geschwill wurde auf den hessenweiten Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ aufmerksam – und hat ihn schließlich gewonnen. Dafür wurde der 13-jährige Edertalschüler kürzlich im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt ausgezeichnet. Der Frankenberger Stadtrat Harald Rudolph überreichte ihm mit Glückwünschen aus der Heimat das Geschenk für den ersten Platz unter den 12- bis 13-Jährigen: einen Geldpreis von 350 Euro und vier Exemplare des Buches „Los!“, in dem die Geschichten und Gedichte der 20 Gewinner veröffentlicht wurden. Sie alle traten auch noch einmal im Theatersaal auf und lasen ihre Geschichten vor. Dass er tatsächlich gewann, hat Kim Malte überrascht: „Nach der  Einsendung hab ich mir gar keine großen Gedanken mehr darüber gemacht. Aber es ist natürlich ein tolles Gefühl, der Sieger zu sein“, freute sich der Viermündener, der sich vor der sechsköpfigen Jury gegen 350 weitere Teilnehmer durchgesetzt hat. „Ohne Punkt und  Komma“ ist eine Kooperation des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. und der Hessischen Leseförderung. Mitmachen konnten Schüler aus Hessen im Alter von 12 bis 15 Jahren mit selbstgeschriebenen, fiktionalen Geschichten oder Gedichten, die 1400 Wörter nicht überschreiten durften. „Die habe ich auch genutzt“, berichtete Kim Malte, der seine Geschichte sogar noch kürzen musste. Seine Begeisterung für das Schreiben entdeckte er bereits in der Grundschule. Damals hatte er noch ein extra Heft für seine Geschichten; heute schreibt er am Computer. Seine Gewinnergeschichte „Der Diebstahl“ hat Kim Malte frei aus dem Kopf geschrieben. „Mit Notizen kann ich nichts anfangen“, sagt er. Es geht darin um die Senioren Hubert und Otto, die ein Verbrechen aufklären, nachdem ihnen ein Scheck über 1000 Euro gestohlen wurde. Auch seine Mutter Manuela ist begeistert von der Kurzgeschichte: „Mir gefällt besonders, dass sie so humorvoll geschrieben ist“, sagt sie stolz.
Ob er in Zukunft weiter schreiben wird, weiß der Siebtklässler noch nicht genau. Erst einmal will er sich weiter auf die Schule konzentrieren. Fest steht aber, dass er im nächsten Jahr  wieder am Schreibwettbewerb teilnehmen will. Dann bei den 14- bis 15-Jährigen. Vielleicht gelingt ihm mit seiner Geschichte ja wieder eine Überraschung.