Kein erhobener Zeigefinger (HNA, 13.12.2017)

Beim Aktionstag „Halt“ am Bahnhof ging es um Suchtprävention bei Jugendlichen

ein erhobener zeigefinger 131217Spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger die Teilnehmer davon zu überzeugen, verantwortungsvoll mit Alkohol umzugehen – darum ging es beim Aktionstag „Halt“ für Schüler der 7. und 8. Klassen in Frankenberg. .„Das macht zur Vorbeugung schon Sinn“, so sehen das nicht nur die Organisatoren, sondern auch Paul Patzer und Gwen Geenen. Die 15-Jährigen gehörten zu den älteren Schülern, die die Stationen der Aktion betreuten. Gwen fand es gut, dass den jüngeren Kindern so spielerisch ein ernstes Thema näher gebracht wurde: „Das ist abschreckend und kommt gleichzeitig gut an“. Erstmals hatten sich für diesen Aktionstag am Frankenberger Bahnhof Menschen vom Diakonischen Werk Waldeck-Frankenberg, die Edertalschule, die Burgwaldschule, die Friedrich-Trost-Schule, die Gesamtschule Battenberg, die Hans-Viessmann-Schule und die Stadt Frankenberg zusammengetan. „Die Zusammenarbeit hat super geklappt“, erklärte Organisatorin Ursula Ritter. Dankbar sein man den älteren Schülern, die an den Stationen geholfen hatten. An diesen Stationen konnten die Schüler einen Parcours mit Brillen durchfahren, die einen Alkoholpegel von 0,8 oder 1,3 Promille simulieren, konnten den Simulator der Verkehrswacht ausprobieren, bei dem ein Auffahrunfall nachgestellt wurde und ein Quiz der Polizei absolvieren. Außerdem gab es an einer Station alkoholfreien Punsch, eine an der Buttons hergestellt und eine an der Fotos geschossen wurden. Und zwar getreu des Mottos des Aktionstages „Nüchtern bin ich schön“. „Es geht uns darum, Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen“, sagt Ritter. Und zwar nicht nur bei den Schülern selbst, sondern auch bei ihren Eltern. „Ich habe zum Beispiel schon erlebt, dass ein besorgtes Elternteil mich nach dem Bericht über den Aktionstag angerufen hat“. Wichtig sei, das betonen alle Beteiligten, Verständnis zu zeigen und ins Gespräch zu kommen. Und zwar „ohne erhobenen Zeigefinger“, wie es einer der beteiligten Lehrer ausdrückte. Auch der Ort sei bewusst gewählt worden, und sollte mit der Aktion positiv besetzt werden. In dem man sich an jüngere Schüler wenden, sollen das präventive Angebot greifen, bevor der erste größere Zwischenfall passiert.

[Unser besonderer Dank gilt den helfenden Schülerinnen und Schülern der Klasse 10d, Lukas Halt aus der 9a für das Fotografieren sowie den Schülerinnen und Schülern der Hans-Viessmann-Schule für deren tatkräftige Unterstützung bei der Betreuung der verschiedenen Stationen!]