Amerika-Tournee des Jugendsinfonieorchesters der Edertalschule Frankenberg
Am Dienstagmorgen landete das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule nach seiner 10-tägigen USA-Tournee wieder in Frankfurt. Hinter den 65 Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrern lagen ereignisreiche und äußerst erfolgreiche und schöne Tage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Eine Woche verlebten sie in Gastfamilien in Sheboygan in Wisconsin, drei Tage verbrachten die jungen Musiker in Chicago, der Weltstadt des Blues und Jazz.
Leben im XXL-Format
Nach der Landung in Chicago ging es noch einmal drei Stunden nordwärts am Lake Michigan nach Sheboygan, einer Stadt mit 50.000 Einwohnen, wo 28 amerikanische Familien die deutschen Gäste überaus freundlich aufnahmen. Das Osterwochenende verbrachten die Schülerinnen und Schüler in den Gastfamilien. Sie machten Ihre Gäste mit dem der amerikanischen Küche und dem „American way of Life“ vertraut. Es fiel sogleich auf, das man in den USA gerne alles etwas größer mag: „Think big!“ hieß die Devise: Bürgersteige von der Breite deutscher Landstraßen, die typischen amerikanischen Riesen-Pickups, Getränke im XXL-Format mit drei Litern Inhalt oder etwa Steaks mit 750 Gramm Gewicht.
Begegnungen
Auf dem Programm im „ländlichen“ Sheboygan standen die Teilnahme und das Musizieren in Gottesdiensten zu Ostern durch die Streicher und die Blechbläser. Daneben besuchten die Frankenberger Musiker zwei amerikanische Highschools und eine Universität wo die deutschen Schüler ihren amerikanischen Gastgebern in den Unterricht folgten. Den Abschluss des Tages bildete jeweils ein Konzert. Wohin die Frankenberger auch kamen, sie wurden stets sehr offen und mit großem Interesse aufgenommen. In Sheboygan gab das JSO schließlich am Donnerstag der „First Congregational Church“ Sheboygan ein Konzert unter dem Motto "In 80 Takten um die Welt". Im Ko-Dirigat führte Markus Wagener zusammen mit Prof. Martin Ulrich ein „Kyrie“ in Erinnerung an 9/11 des amerikanischen Komponisten René Clausen zusammen mit dem "Bach-Choir" auf.
In 80 Takten um die Welt
Dies bildete zusammen mit einem Konzert am gleichen Tag in der "Lincoln" High School in Manitowoc den musikalischen Höhepunkt der Tour. Marie Dippel (Cello), Samuel Huhn (Fagott) und Konzertmeister Benedikt Huhn (Violine) begeisterten die mit 300 Zuhörern bis an den Rand gefüllten Kirche mit glänzenden Vorträgen von Gabriel Faurés "Elegie", Carl Maria von Webers Rondo ungarese" und John Williams "Thema aus Schindlers Liste". Das Gesamtensemble überzeugte durch einen fantastischen Gesamtklang und ein sehr abwechslungsreiches Programm u.a. mit "Videogames Live" oder " einem "James Bond-Medley" und riss die Zuschauer zu stehenden Ovationen hin.
Sonnenuntergang in 344 Metern Höhe
Nach einem überaus tränenreichen Abschied von ihren Gastfamilien am Freitag wechselten die Frankenberger das Quartier und und verbrachten noch nun noch drei Tage in der 10-Millionen Metropole Chicago. Neben dem obligatorischen Shopping standen weitere Highlights auf dem Programm. Unter anderem der Besuch eines echten U-Bootes aus dem II. Weltkrieg im ehemaligen Dock in Manitowoc und ein neues Natur- und Technikmuseum in Milwaukee, in dem man im wahrsten Sinne Technik "begreifen" konnte und das Chicago Aquarium. Der „Sunset“ am Freitag auf dem John-Hancock-Tower in 344 Metern Höhe war wohl einer der grandiosesten Momente dieser Tour.
Eine letzte Gelegenheit das außergewöhnliche Programm zu hören gibt es am Sonntag, den 10. April. Dann gastiert das JSO um 15.30 Uhr in der Stadtkirche Bad Wildungen.
Markus Wagener, 6. April 2016

