Fachschaft Biologie

Fachcurriculum G8/ G9     Akzente/ Schwerpunkte     Vivarium     MINT     MINT Zertifikat           

Eine zunehmende Technisierung der erlebten Umwelt junger Menschen führt zu einem stetigen Entfremdungsprozess gegenüber den biologischen Grundlagen unserer Existenz. Das Wissen um Tiere und Pflanzen sowie die ökologischen Zusammenhänge ist spärlich. Kenntnisse und Erfahrungen einer erlebten Natur im außerschulischen Bereich nehmen stetig ab, hingegen wächst der Trend zur schnelllebigen Informations- und Freizeitgesellschaft. Die Einsicht in die Notwendigkeit des Erhalts der Lebensgrundlagen, der Biodiversität und der Nachhaltigkeit im Umgang mit den Naturgütern ist neben dem Erlernen naturwissenschaftlicher Fakten vor allem durch den emotionalen Bezug zur Natur zu erlangen.

Einer langsamen Entfremdung ist daher das bewusste Erleben von Natur entgegenzusetzen.

Die Zuordnung des Fachs Biologie zu den verschiedensten Lebensbereichen unserer Gesellschaft setzt vernetztes Denken und das Überwinden von schablonenhaften Mechanismen voraus. Eine fachübergreifende Behandlung einzelner thematischer Schwerpunkte ist hilfreich für die Entwicklung ganzheitlicher Wertvorstellungen und Normen.

Für die einzelnen Jahrgangsstufen ergeben sich dazu aus Sicht der Fachschaft Biologie folgende Akzente / Schwerpunkte.

 

AKTUELLES aus der Fachschaft:

   

Biologie-Leistungskurse der Edertalschule experimentieren in Göttinger XLAB

  • xlab_2017001.jpg
  • xlab_2017002.jpg
  • xlab_2017003.jpg
  • xlab_2017004.jpg
  • xlab_2017005.jpg
  • xlab_2017006.jpg
  • xlab_2017007.jpg
  • xlab_2017008.jpg
  • xlab_2017009.jpg
  • xlab_2017010.jpg
  • xlab_2017011.jpg
  • xlab_2017012.jpg
  • xlab_2017013.jpg
  • xlab_2017014.jpg
  • xlab_2017015.jpg
  • xlab_2017016.jpg
  • xlab_2017017.jpg
  • xlab_2017018.jpg
  • xlab_2017019.jpg

Unsere drei Biologie Leistungskurse der Q2 hatten die Möglichkeit, das XLAB zu besuchen und ein Experiment zur Anwendung von Restriktionsenzymen in der Gentechnologie mit Hilfe des Fachpersonals durchzuführen. Das Göttinger Experimentallabor, das XLAB, ist das größte Schülerlabor in Deutschland und befindet sich auf dem Campus der Universität Göttingen. In den vier Etagen, die mit auffälligen Farben die Fachbereiche des XLABs darstellen, dürfen Schülergruppen unter professioneller Aufsicht des Fachpersonals eigenständig experimentieren.
Wir trafen uns schon um 6.50 Uhr an der Edertalschule, um pünktlich um 7.00 Uhr abfahren zu können. Nach zwei Stunden Fahrt erreichten wir den Campus der Universität und wurden vor Ort in zwei Gruppen aufgeteilt.
Als Erstes erhielten wir eine allgemeine Einführung zum XLAB und der Laborarbeit generell und sämtlichen Sicherheitsbelehrungen. Darauf folgte ein Rückblick in die Vergangenheit mit einem Zeitstrahl zu allen wichtigen Entdeckungen, die im Zusammenhang mit unserem Thema „Die molekulare Schere“ standen.
Um uns an das Thema besser heranzuführen, wurden uns noch einmal die wichtigsten Informationen zu der DNA, dem Aufbau der DNA, dem menschlichen Genom, generell zu molekularbiologischen Verfahren und natürlich zu Restriktionsenzymen gegeben. Mit diesem aufgefrischten Hintergrundwissen sprachen wir gemeinsam das Verfahren in den einzelnen Schritten theoretisch durch und klärten vorab aufkommende Fragen.
Nun schließlich konnten wir ins Labor gehen und wurden mit allen Geräten und deren Anwendungsweise vertraut gemacht. Wir bildeten Partnergruppen und an jedem Tisch war schon alles für uns vorbereitet, sodass wir direkt anfangen konnten. Nach und nach arbeiteten wir die Einzelschritte zur Isolierung von der DNA ab. Es war wirklich spannend ganz allein und selbstständig so professionell arbeiten zu können. Bei Nachfragen und Problemen erhielten wir immer sofort Hilfe.
Der Isolierungsprozess war sehr langwierig und aufwendig und auch das exakte Arbeiten brauchte seine Zeit. So ging der Vormittag schnell vorüber. Als wir mit der Isolierung der DNA fertig waren, stellten wir alle zusammen eine Agarose-Gelelektrophorese her. Der letzte Schritt, um nun die isolierte DNA sichtbar machen zu können, war die DNA einzufärben und dann in die kleinen Taschen des Gels zu geben. Dieser Arbeitsschritt war schwierig, jedoch hat ihn jeder letztlich gut gemeistert. Nun mussten wir noch etwas warten und konnten am Ende des Tages die DNA, die wir selber aufwendig und genau isoliert hatten, als Balken im Gel deutlich erkennen. Um 18.00 Uhr waren wir wieder in Frankenberg angelangt.
Zusammenfassend war es ein sehr interessanter und aufschlussreicher Tag mit vielen neuen Erkenntnissen. Wir haben sowohl einen guten Einblick in die Laborarbeit und den Alltag in einem Labor erhalten als auch die Funktion von Restriktionsenzymen wissenschaftlich erarbeitet und dadurch besser verstanden. Vielleicht hilft diese Exkursion dem einen oder anderen auch bei der späteren Studien- oder Berufswahl. Ich denke, der Ausflug war ein voller Erfolg und sollte weiterhin so angeboten werden!

Nina Engelhard, Bio LK Q2


 

Seite 1 von 3