Berichte zum Planspiel zum Umgang der EU mit Desinformation und Hassrede
Am 27. November 2025 kamen zwei Referenten von dem Verein „Planpolitik“ (https://www.planpolitik.de) zu uns in die Klasse 10e.
Wir nahmen an diesem Tag an einem Planspiel zum Umgang der Europäischen Union mit Desinformationen und Hassrede teil. Ziel des Planspiels war es, die Entscheidungsprozesse im Europäischen Parlament besser zu verstehen und sich intensiv mit den Herausforderungen durch Fake News und Hate Speech in sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen.
Zu Beginn wurden wir in das Thema eingeführt und über den Ablauf des Planspiels informiert. Anschließend erhielt jeder eine Rolle als Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Jede Rolle war Teil einer Partei und vertrat unterschiedliche politische Interessen und Positionen, die wir berücksichtigen sollten.
Wir ließen uns mit Hilfe von Infokarten auf die Rollen ein. Natürlich war es zu Beginn für viele schwierig, eine Meinung zu vertreten, die man selber nicht hat. Hierbei war jedoch die Besprechung mit den Personen der eigenen Fraktion sehr hilfreich. In den Gruppen wurden die Argumente und Positionen diskutiert, um möglichst einheitlich auf Diskussionsthemen reagieren zu können. Wir haben uns in Ruhe und ausgiebig mit den Themen auseinandergesetzt.
Nach dieser ersten Besprechungsphase und der vorbereiteten Anfangsrede wurde die Gruppe geteilt, sodass jeweils mindestens ein Fraktionsspezialist in jeder Gruppe war. Die Tische wurden U-förmig aufgestellt, und die beiden Sitzungsleiter erhielten einen Platz, von dem sie alle Fraktionen im Blick hatten. Papieraufsteller zeigten, wer zu welcher Fraktion gehörte.
Jede Person durfte zu Beginn in einer Minute kurz den eigenen Standpunkt darlegen. Danach folgten Diskussionen. Es zeigten sich stark unterschiedliche Meinungen der Fraktionen zum Thema, beispielsweise: „Die Plattformen müssen das selbst klären!“ oder „Wir müssen Richtlinien dafür aufstellen, weil es alle betrifft!“ zum Thema Hate Speech oder „Man sollte es nicht zu ernst nehmen und Firmen mit Gesetzen nicht unter Druck setzen!“ oder „Gesetze müssen streng formuliert werden. Nur so kann man sich schützen!“ zum Thema Deep Fakes.
Am Ende wurde eine Entscheidung getroffen, mit der aber nicht alle zufrieden waren. Nach der Besprechung der Leiter fand eine Gesamtkonferenz statt, in der die Kompromisse vorgestellt wurden. Mithilfe einer Abstimmung durch Handzeichen zeigte sich, dass der Großteil einverstanden war.
Zusammenfassend war es ein interessanter Tag, der die Fähigkeiten von uns allen auf die Probe stellte. Zwar war es manchmal schwer, den Überblick zu behalten, aber es hat viel Spaß gemacht. Wir haben an diesem Tag viel gelernt und haben nun ein klareres Bild davon, was im EU-Parlament besprochen wird und insbesondere WIE.
Melina Waßmuth & Liv Möller
Am 27.11.2025 hat die 10e einen Workshop zum Thema Europaparlament durchgeführt. Das Projekt heißt „#Fake oder Fakt“. Zwei Referenten haben den gesamten Donnerstagvormittag mit uns verbracht. Dort wurden uns allgemeine Informationen und das Europaparlament spielerisch nähergebracht.
Der Workshop sollte Schüler und Schülerinnen besser mit Politik in Verbindung bringen. Dabei sollte vor allem das Thema Mitbestimmung in den Vordergrund geraten. Da wir bald das EU-Parlament wählen dürfen, ist diese Form von Aufklärung wichtig, um selbst Verantwortung übernehmen zu können.
Der Tag wurde mit einer Begrüßung gestartet. Daraufhin haben wir erstmal allgemeine Informationen zum Thema Parlament bekommen. Nachdem wir eigene Fragen stellen durften, wurde uns mithilfe eines strukturierten Plans, die Tagesaufgabe vorgestellt. Wir sollten selbst ein Gesetzt verabschieden. Das vorgegebene Thema bzw. das geplante Gesetz war in zwei Artikel unterteilt. Die beiden Artikel betrugen die Themen „Hatespeech im Internet“ und „Deepfakes“. Um ein Gesetz umzusetzen, braucht man jedoch erstmal ein Konzept, welches vom „Europaparlament“ bestimmt wird. Das Europaparlament besteht aus Abgeordneten, welche auf Fraktionen aufgeteilt sind. Wir bekamen nun Rollen zugeteilt. Diese Rollen, also Fraktion, Name, Geschlecht usw. wurden durch Zufallsprinzip ausgelost. Nun hatte jeder Schüler mehrere Blätter mit vorgegeben Informationen über sich selbst, aber auch das Thema und die Meinung der Fraktion vorliegen. Zudem wurden pro Parlament zwei Moderatoren ausgewählt. Diese hatten zwar auch Fraktionen, mussten jedoch die Sitzung moderieren. Nach einigen Erarbeitungs- und Austauschphasen begannen dann die zwei Sitzungen.
Am Ende lag in jeder Sitzung ein Gesetz vor. Diese wurden zusammengefügt, überarbeitet und nochmals zur Abstimmung freigegeben. Am Ende hatte unsere Klasse die Aufgabe bestanden. Der Tag wurde dann noch locker mit einer Feedback-Runde beendet.
Insgesamt hat der Workshop „Fake oder Fakt“ deutlich gemacht, wie wichtig politische Bildung und Mitbestimmung für uns als junge Menschen sind. Es war interessant zu sehen, wie Gesetzgebungsprozesse im Europaparlament ablaufen und wie unterschiedliche Meinungen in einem demokratischen Prozess zusammengeführt werden können. Der Tag war eine gute Abwechslung zum normalen Unterricht.
Paul Schwickerath & Elie Muvemba










