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Die Jugend forscht AG bietet die Möglichkeit für interessierte und engagierte Schüler, ein naturwissenschaftliches Projekt zu beginnen, voranzutreiben und erfolgreich abzuschließen. Einen Höhepunkt stellt dabei die Teilnahme an Schülerwettbewerben, wie „Jugend forscht“, dem „B. Braun Schülerwettbewerb“ oder dem „Bundesumweltwettbewerb“ dar. Neben der Anerkennung und den (Geld)Preisen bei den Wettbewerben, steht aber die persönliche Entwicklung im Vordergrund (Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit, Eigenverantwortung). Schüler erhalten dabei Unterstützung vom Betreuungslehrer. Anstehende Aufgaben oder Probleme werden „auf Augenhöhe“ diskutiert. Diese Form des Arbeitens hat mit „normalem“ Unterricht nicht mehr viel zu tun. Vielmehr werden unbekannte Themen in projektorientierter Arbeit gemeinsam vorangetrieben. Von der ersten groben Idee bis zum fertig ausgearbeiteten Projekt, das ist „Forschung an der Schule“ – der Weg ist das Ziel. Wer Interesse an einem solchen Projekt hat, trifft sich einfach mit Herrn Croll zu einem Vorgespräch.

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Am Samstag den 11.02. fand der Regionalentscheid Hessen Nord von Jugend forscht in Kassel statt. Die Edertalschule trat mit 4 Teams an – so viele wie noch nie! Noch sensationeller waren die Ergebnisse: 2x Regionalsieger, 1x beste interdisziplinäre Arbeit und ein 2. Platz. Das bedeutet, dass 3 Gruppen die Edertalschule beim Landeswettbewerb Mitte März in Darmstadt vertreten werden – auch das natürlich ein neuer Rekord.
Dass diese Erfolge nicht vom Himmel fallen, sondern hart erarbeitet wurden, versteht sich von selbst. Die Schüler begannen Ihre Forschungen bereits 2015 und arbeiteten seitdem wöchentlich mehrere Stunden und z.T. auch ganze Tage an ihren Experimenten und Theorien. Da die Ergebnisse unvorhersehbar sind, ist der Weg dabei häufig verschlungen und sehr steinig, man muss Rückschläge wegstecken und Ansätze immer wieder neu denken, um schließlich zum Ziel zu kommen.
Stehen die Ergebnisse fest, müssen diese in einer fachwissenschaftlichen Arbeit verschriftlicht werden. Für den Regionalentscheid werden wissenschaftliche Poster gestaltet und gedruckt, der Wettbewerbsstand ist vorzubereiten und das Jurygespräch muss geprobt werden – alles, damit es am finalen Tag gut klappt.

Elias Mahn, Jan-Luca Müller und Johanna Wolf wurden mit ihren Untersuchungen „Alufolie -Segen oder Fluch“ Regionalsieger in der Kategorie „Chemie“. Die drei Jungforscher untersuchten dabei, wie viele Aluminium-Ionen sich durch Kontakt mit Essigsäure aus Alufolie herauslösen, z.B. wenn ein Salat für eine Party mit Alufolie abgedeckt wird. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von der Tiefe der Arbeit, dem konsequenten wissenschaftlichen Vorgehen und der Vielzahl der untersuchten Einflussfaktoren. Betreut wurden die drei Edertalschüler von Björn Croll.

Laura Hallmann und Dina Röhle haben einen völlig neuen „Nachweis von Glyphosat“ entwickelt und wurden damit Regionalsieger in der Kategorie „Biologie“. In ihrem Projekt, betreut von Björn Croll, nutzten sie dabei die Eigenschaft des Herbizids Eisen(II)-Ionen zu binden. Diese stehen dann nicht mehr für eine Oxidation zu Eisen(III)-Ionen zur Verfügung. Eisen(III)-Ionen können von einem Farbstoff gebunden werden, der daraufhin seine Farbe ändert. Diese Farbänderung kann fotometrisch verfolgt werden. Mit dieser Methode sind die zwei Schülerinnen in der Lage Glyphosat Konzentrationen sicher nachzuweisen, die im Bereich von realen Gewässerproben liegen.
Die Jury lobte hier den neuen Ansatz, der schneller, einfacher und kostengünstiger als der aktuell verwendete Nachweis ist. Zudem wurde die wissenschaftlich Herangehensweise, die zur konsequenten Entwicklung des Nachweises führte sehr hervorgehoben.

Dass die Verkehrssituation rund um die Edertalschule einer Verbesserung und Optimierung bedarf steht zweifelsfrei fest. Annalena Kleck, Max Heide und Jan-Luca Neumark haben mit ihrer Ausarbeitung zur Analyse der existierenden Situation und der anschließenden Entwicklung von neuen Konzepten, die zum Teil schon dauerhaft umgesetzt wurden, den ersten Preis im Bereich interdisziplinäre Arbeit erhalten. Eine Anerkennung für die vielen Stunden Arbeit, die in den letzten Monaten geleistet wurden. Dabei hob die Jury in der Laudatio besonders hervor, dass die Vielschichtigkeit in Form von Umfragen, Messungen und Kooperationen mit Verantwortungsträgern eine hohe gesellschaftliche Relevanz zeige. Betreut wurde die Arbeit von Oliver Blinn.

Das zweite von Herrn Blinn betreute Team, das sich ebenfalls im Rahmen der Optimierung der Verkehrssituation mit dem Teilaspekt zur Verbesserung des CO2-Ausstosses auseinander gesetzt hat, konnte einen überzeugenden zweiten Platz erzielen. Insbesondere die kreative Präsentation und das geduldige Engagement bei den Messungen und Auswertungen wurden dem Team bestehend aus Janet Cvetko, Adrian Adomeit und Nicolas Hebeler hoch angerechnet.
Begleitet wurden die Jungforscher von Eltern, Freunden und interessierten Schülern der Edertalschule. Ein Dank gilt an dieser Stelle Dario Adomeit, der als persönlicher Fotograf der ETS-Teams für eine gelungene Dokumentation sorgte.

12.02.17 Blinn und Croll


 

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Auch in diesem Jahr konnten wieder Forschertage an der Edertalschule durchgeführt werden. Von Montag bis Mittwoch hatten die Schüler der Jugend forscht AG die Möglichkeit, an ihren Projekten zu arbeiten und losgelöst vom Schulalltag intensiv zu experimentieren. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil viele aufwändige Experimente mehrere Stunden dauern und eben nicht in zwei Freistunden zwischen dem Unterricht „eingeschoben“ werden können.

So sind es auch die Arbeiten, die den Zeitplan vorgeben: Pausen gibt es, wenn das Experiment es zulässt. Wenn der Forschertag offiziell zu Ende, der Versuch aber noch nicht abgeschlossen ist, dann wird weiter pipettiert und gemessen. Die hoch engagierten Schülerinnen und Schüler haben dabei stets ihre Ergebnisse im Blick, der Pausengong stört da höchstens die Konzentration.

Aktuell arbeiten Johanna, Elias und Jan-Luca (alle Q2) an dem Nachweis, wie viele Aluminium-Ionen sich aus Alufolie lösen, wenn z.B. Salate damit abgedeckt werden. Aluminium-Ionen stehen im Verdacht an der Entstehung von manchen Krebs-Erkrankungen und von Parkinson beteiligt zu sein. Die drei Jungforscher arbeiten bereits seit über einem Jahr an ihrem Projekt und so viel sei bereits verraten: Man sollte seinen Salat lieber nicht mit Alufolie abdecken.

Laura und Dina (beide Q2) entwickeln ein alternatives Verfahren, um die Konzentration an Glyphosat in Gewässern zu bestimmen. Die Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat wird momentan politisch stark diskutiert, da auch Glyphosat im Verdacht steht, Krebs erregend zu sein. Die beiden hatten mit ihren Untersuchungen aber bereits begonnen, bevor Glyphosat solche Schlagzeilen machte.

Die Ergebnisse beider Gruppen waren zuerst sehr deprimierend. Immer wieder erhielten die Jungforscher unerwartete Messwerte, variierten ihre Versuchsaufbauten, verfeinerten und überprüften erneut. Nach 1 ½ Tagen Frust gelang am Dienstagnachmittag erst der einen, dann der anderen Gruppe der Durchbruch. Die Jubelschreie waren wahrscheinlich noch im Oberstufengebäude zu hören.

Diese Art des Arbeitens ist es, die die Jugend forscht Projekte so besonders macht. Man weiß nie wohin die Reise geht, man muss mit Fehlschlägen fertig werden und manchmal kann man den Erfolg feiern. Oder um es mit den Worten einer Teilnehmerin zu sagen: „Jugend forscht ist toll!“

 


 

Edertalschule mit Jugend forscht Schulpreis 2016 ausgezeichnet

2016 jufo schulpreis

Beim Regionalentscheid „Hessen Nord“ von Jugend forscht im Februar ging der Schulpreis an die Edertalschule, nun gab es die offizielle Preisverleihung in Bremen. Dort wurde den etwa 150 Gästen aus 85 Regionen, die aus ganz Deutschland, aber auch aus Genua (Italien) und Bilbao (Spanien) für die Preisverleihung angereist waren, am 18. und 19. Juni 2016 ein attraktives Programm geboten. In feierlicher Atmosphäre wurde schließlich der Preis verliehen – ein Schild zur Außendarstellung an der Schule, außerdem 1000 Euro für weitere Jugend forscht Projekte.


 

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